MulchVolume

Wie viel Rindenmulch pro m²?

Wie viel Rindenmulch Sie brauchen, hängt von Ihrer Fläche und der Schichtdicke ab, die Sie ausbringen möchten. Dieser Rechner ermittelt daraus die benötigte Menge in Litern und Kubikmetern und, wenn Sie eine Sackgröße angeben, wie viele Säcke das sind.

Rindenmulch-Menge berechnen

Optional. Ein selbst gewählter Aufschlag – keine Empfehlung und kein Erfahrungswert aus unseren Quellen.

Wie viel Rindenmulch pro m²?

Wie viel Rindenmulch Sie pro m² brauchen, hängt allein von der Schichtdicke ab. Pro Zentimeter Schichtdicke sind es 10 Liter pro m² — das ist reine Geometrie und keine Empfehlung.

Die folgende Tabelle ist Rechenergebnis, keine Empfehlung: Schichtdicke mal 10 ergibt Liter pro m².
SchichtdickeLiter pro m²
1 cm10 L
2 cm20 L
3 cm30 L
4 cm40 L
5 cm50 L
6 cm60 L
7 cm70 L
8 cm80 L
9 cm90 L
10 cm100 L

So wird gerechnet

Der Rechner multipliziert Ihre Fläche in Quadratmetern mit der gewählten Schichtdicke, umgerechnet in Meter, und erhält so ein Volumen in Kubikmetern. Ein Kubikmeter sind genau 1.000 Liter, also rechnet der Rechner direkt in Liter um — die Einheit, in der deutscher Rindenmulch im Sack verkauft wird. Wenn Sie eine Reserve eingeben, wird sie zuerst auf dieses Volumen angewendet. Die Anzahl der Säcke ist dann die benötigte Litermenge geteilt durch Ihre Sackgröße, aufgerundet auf einen ganzen Sack, weil angefangene Säcke nicht verkauft werden. Geben Sie zusätzlich Säcke pro Palette an, werden volle Paletten abgerundet und der Rest als einzelne Säcke ausgewiesen, damit kein Sack in der Rechnung verschwindet. Eine unregelmäßige Fläche lässt sich messen, indem Sie sie in einfachere Teilflächen zerlegen, jede einzeln berechnen und die Flächen vor der Eingabe addieren. Die Mengenangaben hier sind Rechenergebnisse — sie folgen aus Ihrer Fläche und Ihrer Schichtdicke und brauchen keine weitere Autorität. Wie dick die Schicht sein sollte, ist eine ganz andere Frage: das ist gärtnerische Empfehlung, und dafür stehen unten die Quellen.

Welche Schichtdicke?

Der Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen gibt für Rindenmulch bei bodendeckenden Gehölzen 3 bis 5 cm an, bei strauchartigen Gehölzen und Bäumen 5 bis 8 cm. Das ist keine einzelne Zahl, sondern eine nach Pflanzentyp unterschiedene Angabe einer Landesbehörde.

Die Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG Veitshöchheim) gibt für gehäckselte Rinde der Körnung 10 bis 40 mm ebenfalls 5 bis 8 cm Schichtdicke an — eine zweite, unabhängige Landesbehörde, die die obere LLH-Angabe bestätigt.

Herstellerangaben weichen davon ab: RETERRA nennt für Gehölzpflanzungen mindestens 10 cm, während LLH Hessen für dieselbe Pflanzung 5 bis 8 cm angibt. Beides wird hier genannt, ohne die beiden Angaben zu mitteln oder eine zugunsten der anderen aufzulösen — es handelt sich um eine Herstelleranweisung für das eigene Produkt einerseits und eine Empfehlung einer Landesbehörde andererseits, und beides bleibt getrennt bestehen.

LLH Hessen nennt außerdem allgemeine Faustregeln: je feiner das Mulchmaterial, desto dicker sollte die Schicht sein und desto schneller muss sie erneuert werden; je schwerer der Boden, desto leichter sollte das Material sein; je höher die Niederschlagsmenge, desto dünner die Mulchschicht. Das sind ausdrücklich Faustregeln, keine Rechenvorschrift, und sie fließen in keine Weise in die Berechnung oben ein.

Nach Angabe von LLH Hessen muss die Fläche alle zwei bis drei Jahre nachgemulcht und nach drei bis fünf Jahren erneuert werden — eine allgemeine Angabe zu organischem Mulch im kommunalen Grünflächenkontext.

Sackgrößen und Paletten: was es wirklich gibt

Es gibt keine einheitliche deutsche Sackgröße für Rindenmulch. Bei OBI, HORNBACH und BAUHAUS wurden unabhängig voneinander 60-Liter-Säcke beobachtet; bei OBI daneben auch ein 45-Liter-Sack (Rindenmulch Fein) desselben Herstellers. Auch die Anzahl der Säcke pro Palette ist keine feste Größe, sondern eine Kaufoption: HORNBACH bietet für ein und dasselbe Produkt wahlweise 13, 26 oder 39 Säcke pro Palette an, und bei OBI wurden Konfigurationen mit 12, 39 und 51 Säcken beobachtet. Weil ein einzelner Händler dasselbe Produkt in drei verschiedenen Palettengrößen anbietet, lässt sich die Anzahl nicht aus dem Produkt ableiten, sondern muss beim Kauf gewählt werden — deshalb fragt dieser Rechner nach Ihrer tatsächlichen Sackgröße und, wenn gewünscht, nach Ihrer gewählten Anzahl Säcke pro Palette, mit diesen beobachteten Werten als Abkürzung statt als Vorgabe.

Körnung: was sie beeinflusst – und was nicht

Nach Angabe von LLH Hessen gilt: je gröber die Körnung, desto langsamer die Zersetzung — eine Aussage über die Abbaugeschwindigkeit, nicht über die Dichte. LLH Hessen ordnet außerdem Körnungen den Pflanzentypen zu: 10 bis 40 mm für kleinere Gehölze und Stauden, 10 bis 80 mm für größere Gehölze; RETERRA bietet dazu eine vergleichbare, aber nicht identische Zuordnung. Zur Schüttdichte selbst liegen körnungsabhängige Herstellerangaben vor: RETERRA nennt 378 kg/m³ bei 0–18 mm, 341 kg/m³ bei 10–40 mm und 362 kg/m³ bei 0–40 mm; MUEG nennt 360 kg/m³ bei 10–40 mm und 320 kg/m³ bei 0–40 mm — beide Hersteller weisen ausdrücklich auf natürliche Schwankungen hin. Ein allgemeiner Zusammenhang zwischen Körnung und Schüttdichte lässt sich daraus jedoch nicht ableiten: die beiden Hersteller widersprechen sich in der Richtung des Effekts, sodass weder "feiner ist dichter" noch "gröber ist dichter" als Regel gilt.

Wie sich diese Körnung von Hackschnitzel unterscheidet, erklärt der Vergleich Hackschnitzel oder Rindenmulch.

Zwei Rechenbeispiele

Beide Beispiele unten verwenden die eigene Arithmetik des Rechners. Jede gezeigte Sackgröße und Palettenkonfiguration ist ein Beispiel für eine tatsächlich am deutschen Markt beobachtete Größe, niemals eine Norm — und die Reserve im zweiten Beispiel ist die eigene gewählte Angabe dieses Beispiels, keine Empfehlung.

Beispiel 1: Fläche direkt eingegeben, Säcke

Eine bekannte Fläche in Quadratmetern, eine flache Schichtdicke, gekauft in Säcken.

Fläche
12 m²
Schichtdicke
5 cm
Fläche
12 m²
Benötigte Menge
600 L (0,6 m³)
Zu kaufen
10 Säcke (10,0 genau, bei 60 L je Sack)

Der Rechner multipliziert die Fläche mit der in Meter umgerechneten Schichtdicke zu einem Volumen in Kubikmetern, rechnet das in Liter um und teilt durch die Sackgröße, um die exakte und die aufgerundete Sackzahl zu ermitteln.

Beispiel 2: Maße, eigene Reserve und Palettenaufteilung

Ein größeres Beet, gemessen über Breite und Länge, tiefer geschichtet, mit einer selbst gewählten Reserve und einer gewählten Anzahl Säcke pro Palette.

Maße
8 m × 2.5 m
Schichtdicke
7 cm
Fläche
20 m²
Benötigte Menge
1.400 L (1,4 m³)
Mit der gewählten Reserve
1.540 L
Zu kaufen
35 Säcke (34,2 genau, bei 45 L je Sack)
Als Paletten
1 Paletten + 9 Säcke

Der Rechner wendet die gewählte Reserve zuerst auf die Litermenge an und rundet erst danach auf ganze Säcke auf; die gewählte Anzahl Säcke pro Palette wird anschließend abgerundet, und der Rest wird als einzelne Säcke ausgewiesen, statt in einer zusätzlichen vollen Palette zu verschwinden.

Was dieser Rechner nicht berechnet

Dieser Rechner ermittelt Volumen, nicht Gewicht: Die angegebenen Schüttdichten unterscheiden sich je nach Hersteller und Körnung so deutlich — RETERRA und MUEG weichen bei denselben Körnungen um bis zu 13 Prozent voneinander ab —, dass eine einzelne Gewichtsangabe mehr Unsicherheit schaffen würde, als sie auflöst. Diese Seite nennt außerdem keine Preise, vergleicht Rindenmulch nicht mit Hackschnitzel, beantwortet keine Fragen zum Fallschutz auf Spielplätzen und gibt keine Pflanz- oder Pflegeberatung.

Quellen

Diese beiden Quellen liefern gärtnerische Fachbehörden-Empfehlungen zur Schichtdicke und werden ausschließlich in dieser Rolle zitiert.

Externe Quellen werden in einem neuen Tab geöffnet.

Diese beiden Quellen liefern Herstellerangaben zu Schüttdichte und Anwendung des eigenen Produkts und werden ausschließlich in dieser Rolle zitiert, niemals als gärtnerische Fachbehörde.

Diese drei Quellen zeigen die tatsächliche Handelsrealität bei Sack- und Palettengrößen und werden ausschließlich in dieser Rolle zitiert.